„Insgesamt ein schwieriges Ergebnis, in ganz schwierigen Zeiten“

Am 15.10.2021 haben Arbeitgeber und Gewerkschaften eine Einigung für den Tarifvertrag Hessen erzielt. Christine Behle sagt in ihrem Video-Statement (YouTube) dazu:

Insgesamt ein schwieriges Ergebnis, muss man sagen, in ganz schwierigen Zeiten.

https://www.youtube.com/watch?v=YFYseDZ0XXQ

Das Ergebnis

Hier sind die Ergebnisse der Einigung im Einzelnen (aus dem Tarifflugblatt vom 15.10.2021):

Die Tabellenentgelte zum TV-H werden

  • ab dem 1. August 2022 um 2,2 Prozent und
  • ab dem 1. August 2023 um 1,8 Prozent, mindes­tens aber um 65 Euro steigen
  • Laufzeit bis 31. Januar 2024.

Der Mindestbetrag in Höhe von 65 Euro bedeutet bis in die Entgeltgruppe 9b, Stufe 3, eine Erhöhung die über 1,8 Prozent liegt.

Corona-Prämie

Es werden noch dieses Jahr eine Corona­-Prämie in Höhe von 500 Euro und im ersten Quartal 2022 weitere 500 Euro ausgezahlt. Die Prämie ist steuer-­ und abgabenfrei, sofern nicht bereits Prämien ausbezahlt wurden und in der Summe 1.500 Euro nicht überschritten werden.

Auszubildende und Praktikant*innen erhalten zum 1. August 2022 und 2023 jeweils eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen von 35 Euro und für 2021 eine Corona­-Prämie von 250 Euro sowie eine weitere Prämie von 250 Euro im ersten Quartal 2022.

Es ist uns gelungen die Übernahmeregelung weiter zu entwickeln: Ab einer Abschlussnote 3 und besser erfolgt nun die Übernahme unbefristet in Vollzeit.

Ausbau der Fachkräfteoffensive

Einführung einer neuen Stufe 1b.

In den Entgelttabellen wird in den Entgeltgruppen die Stufe 1 zur Stufe 1a und zusätzlich wird eine neue Stufe 1b eingefügt. Die Stufe 1b bestimmt sich nach dem Tabellenwert der neuen Stufe 1a erhöht um die Hälfte des Unterschieds­betrages zur jeweiligen Stufe 2.

Die Stufenlaufzeit in den Stufen 1a und 1b beträgt jeweils sechs Monate.

Auszubildende des Landes Hessen werden nach bestandener Abschlussprüfung direkt in die Stufe 2 ihrer Entgeltgruppe übernommen.

Insbesondere zur Gewin­nung von Ärztinnen und Ärzten wird die beim Über­gang vom alten Tarifrecht (BAT) zum neuen TV-H nicht übernommene Vergütungs­gruppe 1 als Entgeltgruppe 16 in die Entgelttabelle eingefügt.

Hochschulen

Das Land Hessen ist nicht bereit gewesen, mit uns einen festen Fahrplan zur Reduzierung der Befristung im Hochschulbereich zu ver­abreden. Aber sie kommen um uns nicht herum:

Gewerkschaften und Wissenschaftsministerium nehmen vor dem Hintergrund des „Kodex für Gute Arbeit“ und dem Hochschulpakt Gespräche auf, mit dem Ziel, die Zahl der unbefristeten Beschäftigungsverhältnisse für wissenschaftliches, künstlerisches und wissenschaftsnahes Personal auszubauen.

Mindestvergütung für Studentische Hilfskräfte

Studentische Hilfskräfte erhalten ab Sommersemester 2022 einen Stundenlohn von mindestens 12,00 Euro. Ab dem Wintersemester 2022/2023 werden die Entgelterhöhungen aus dem TV-H zeit­ und inhaltsgleich übernommen.

Digitalisierungsvertrag und Tarifvertrag Mobiles Arbeiten

Es wurde ein Tarifvertrag Digitalisierung vereinbart, der Schutz- und Qualifikationsregelungen beim Ausbau digitaler Arbeitsplätze sichert. Außerdem soll den Beschäftigten mobiles Arbeiten ermöglicht werden. Hierfür wurden Rahmenbedingungen für Dienstvereinbarungen geregelt.

Landesticket

Das Landesticket wird fortgeschrieben.

Straßenbetriebsdienst

Für den Bereich der Straßenbetriebsdienste wurde die Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Eingruppierung für das kommende Frühjahr festgelegt.


Wir werden jetzt das Ergebnis diskutieren und entscheiden wie wir uns dazu verhalten wollen. Bringt euch gern in die Diskussion ein, sagt uns was ihr von dem Ergebnis haltet!

Ein Kommentar

  1. Es fehlt generell der Anreiz E-Mobilität zu fördern, warum können Kommunen und andere Länder über die 1% Regelung E-Bikes fördern aber das Land Hessen nicht?

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